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Die Technologie des 22. Jahrhunderts - Teil 3
(Auszug aus Star Trek Times 7/02)

Doug Drexler, der Enterprise NX-01 entworfen hat, gewährt uns einen ungewöhnlichen Einblick in das Design des Schiffs. Er erläutert die Funktionen einiger nicht so offensichtlicher oder verborgener Details seines Entwurfs.

Hinweis Doug Drexler bittet uns, daran zu denken, daß die Fähigkeiten des Schiffs in erster Linie vom Autorenteam und den Produzenten der Sendung bestimmt werden. Bis sie tatsächlich so auf dem Bildschirm erscheinen, sind die hier gezeigten Diagramme und Spezifikationen als spekulativ anzusehen.

Allgemeines Einer der Gründe, weshalb soviel von der Technologie sich hinter Klappen verbirgt, ist, den Autoren zu erlauben, die Eigenschaften des Schiffs festzulegen und jederzeit neue zu erfinden: "Meine Lösung war eine Art 'Schweizer Offiziersmesser', das eine große Vielseitigkeit der Funktionen des Schiffs erlauben würde und nicht in Konflikt käme mit eingefügten Archivszenen (wie wir wissen, ist Archivmaterial notwendig aufgrund von Etat- und Zeitknappheit)... NX-01 hat um die 20 runde Öffnungen, durch die eine Vielzahl von Geräten wie die 'Phase Cannon', Antennen oder Bojen ausgefahren werden können... Wir haben eine Reihe von offensichtlichen Luftschleusen, die Mike (Okuda) auf der Grundlage seines detaillierten Wissens über die Internationale Raumstation ISS entworfen hat."


Steuerbord-Querschnitt

Frontansicht

Aufteilung der Untertasse Nur das Volumen der Untertasse ist bewohnbar. Der Querschnitt legt ihre Struktur offen. Es gibt sieben Decks, die von A-Deck bis G-Deck benannt sind. Die Brücke befindet sich auf dem A-Deck. Die Quartiere der Junioroffiziere sind auf dem D-Deck. Auf dem E-Deck sind Krankenstation, Messe und Quartiere der Senioroffiziere untergebracht. Zwei Halbdecks liegen zwischen D- und E-Deck sowie zwischen E- und F-Deck. Sie beherbergen Plasmaleitungen und Zugangstunnel, wobei noch nicht klar ist, ob letztere schon "Jefferiesröhren" genannt werden.


Draufsicht

Draufsicht mit markierten Details

Warpantrieb Der Hauptmaschinenraum umfaßt das D-Deck und einen Teil des E-Decks unmittelbar hinter der Mitte der Untertasse. Die Deuteriumtanks liegen auf dem B-Deck in den vorderen Enden der Zwillingsrümpfe. Die Antimateriekapseln lagern hingegen auf dem F-Deck.


P-38 Kompressor

Warpkern-Ausgangs-Transferverbindung

Der Doppelrumpf, die Pylonen und die Warptriebwerke sind unbewohnbar. Sie können nur in Schutzanzügen betreten werden. Die Plasmaleitungen, wie sie im Hauptmaschinenraum zu sehen sind, laufen von dort hoch zum C-Deck. Die Zwillingsrümpfe enthalten einen dreistufigen Plasmabeschleuniger, eine Art großen Kompressor oder Turbolader. Der Beschleuniger ist der Hauptunterschied zwischen Enterprise und anderen Schiffen der Ära, und er ist das Element, das Warp 5 erlaubt. Doug Drexler bestätigt, daß auch im Star Trek Universum das Design von NX-01 von der P-38 beeinflußt worden sein könnte, einem Flugzeug, das ebenfalls Kompressoren in den Zwillingsrümpfen hatte. Die erste Stufe bei NX-01 sitzt genau oberhalb des Hauptmaschinenraums und ist von außen sichtbar als ein Detail, die Warpkern-Ausgangs-Transferverbindung oben auf den Zwillingsrümpfen. Nach drei Stufen wird das Plasma über die Warppylone zu den Triebwerken geführt, wie auf konventionellen Raumschiffen auch. Die Außenhaut jeder Gondel enthält Wartungsklappen zu kritischen Triebwerkskomponenten, die ständige Arbeit und Abstimmung erfordern. Das Schiff muß regelmäßig im Raum anhalten, um die Triebwerke zu rekalibrieren und zu reinigen.

Anmerkung Der hier gezeigte Querschnitt ist etwas präziser als die ähnliche Version, die auf der offiziellen Star Trek Website veröffentlicht wurde, da sie die (angenommenen) Materie- und Antimaterietanks sowie revidierte Plasmaleitungen mit einschließt.

Der Aufsatz zwischen den Zwillingsrümpfen ist nicht als Waffenträger gedacht, sondern stellt einen symmetrischen Warpfeldregulator dar, der die Form des Warpfelds regelt, das sonst bei hohen Warpgeschwindigkeiten zusammenbrechen würde.

Anmerkung In "Freund oder Feind" sieht es so aus, als würde ein Torpedo von dieser Sektion aus abgefeuert, doch befindet sich die hintere Torpedorampe tatsächlich auf dem F-Deck in der Untertasse, wie die beiden vorderen Rampen auch. Auf ein und demselben Deck lassen sich die Ressourcen zwischen den Abschußrampen besser aufteilen.


Symmetrischer Warpfeld-Regulator

Deflektorschüssel

Feste Verbindungspunkte Die Formationslichter an Backbord (rot) und Steuerbord (grün) liegen auf erhabenen schwarzen Deckplatten. Zunächst einmal sind diese eine Hommage an die erste Version der Enterprise NCC-1701, die diese Details ebenfalls aufwies. Die schwarzen Platten sind tatsächlich feste Verbindungspunkte, mit denen das Schiff an eine Trockendock-Anlage "geklemmt" werden kann. Sie sind wichtig, da Traktorstrahlen als "Leinen" noch nicht praktisch nutzbar sind. Wir können annehmen, daß die Details auf der originalen Enterprise demselben Zweck dienten.

Frachttore Die zwei großen rechteckigen Klappen, die in der Draufsicht zu sehen sind (beiderseits der Brücke) haben genau gegenüber zwei Gegenstücke auf der Unterseite. Zwischen ihnen läuft ein Schacht, durch den man quer durch das Schiff fliegen könnte, wenn beide Klappen offen sind. Wegen der fehlenden Schwerkraft innerhalb dieses Schachts können Frachtbehälter einfach gehandhabt und zu den einzelnen Decks transferiert werden, wo sie in Balkonen entlang des Schachts gelagert werden, die ein großes Regal bilden. Sobald ein Container die gewünschte Ebene erreicht hat, gibt man ihm einen Stoß, und Rollen würden das Gewicht im Einfluß der Schwerkraft des Decks übernehmen. 50 Meter lange Roboterarme können entfaltet werden, um die Container in das Schiff zu ziehen. Es gibt zwei von ihnen, und sie können aus den Frachttoren ausgefahren werden, womit sie gleichzeitig die Oberseite und die Unterseite des Schiffs abdecken können. Die Arme können wandern, und zwar bewegen sie sich entlang des auf der Oberfläche sichtbaren Deckplatten-Rasters. Das Schiff hat außerdem Inspektionswagen, die ebenfalls entlang dieses Rasters fahren können. Ähnliche Geräte werden im wirklichen Leben auf der Außenhaut von modernen Wolkenkratzern eingesetzt.


Unteres Frachttor

Untere Sensorkuppel

Sensoren Sensorpaletten befinden sich direkt neben der Deflektorschüssel, vor den Luftschleusen der Backbord- und Steuerbordseite, vor den Shuttlerampen und an der Rückseite des symmetrischen Warpfeldregulators. Die Kuppeln oben und unten an der Untertasse sind Umgebungs- und planetarische Sensoren.

Außenfahrzeug-Bereitstellungsbereich Der Bereitstellungsraum für Außenfahrzeuge befindet sich auf der Rückseite der Untertasse, mit einer Ausrüstung, die noch nicht feststeht. Die Inspektionskapsel, die Archer und Tucker in "Aufbruch ins Unbekannte" benutzt haben, ist ebenfalls hier untergebracht. Wie direkt neben der unteren Shuttlerampe gibt es auch hier einen Beobachtungsraum.

Anmerkung Laut "Terra Nova" soll Enterprise lediglich über zwei Shuttlekapseln verfügen. Doug erklärt: "Meiner Meinung nach haben wir zwei Kapseln in ständiger Bereitschaft, während zwei weitere 'eingemottet' sind und in zwei Tagen mit normalen Schichten bzw. in einem Tag mit Doppelschichten einsatzbereit gemacht werden können."

 

Andere Teile des Artikels

Die Technologie des 22. Jahrhunderts, Teil 1 Ausgabe 4/02

Die Technologie des 22. Jahrhunderts, Teil 2 Ausgabe 6/02

 

Mehr (und aktueller) in der englischen Version

A Close Look at 22nd Century Technology - complete analysis of its continuity and plausibility in Enterprise

A Close Look at Enterprise NX-01 - with first-hand information by Doug Drexler

 


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Last modified: 05.07.14  
http://www.ex-astris-scientia.org/misc/artikel-nx01.htm